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.. Fuuck das Leben ist hart *

Die Gedanken einer Verzweifelten beim Ritzen

 

Es ist Freitagabend und meine Mutter und ich streiten uns mal wieder über das gleiche Thema...den Zapfenstreich! „Vergiss es! Du bist nicht erst um halb 11 zu Hause! Immerhin bin ich deine Mutter und ich hab die Verantwortung für dich! Das Gesetz ist mir ganz egal! Und wenn es dir nicht passt, dann kannst du ja auch gleich hier bleiben!“ schreit sie, worauf ich nur „Ich hasse dich!“ antworte und meine Zimmertür zuknalle.

Kurz danach kommt meine Mutter wieder ins Zimmer gestürzt, verpasst mir eine schallende Ohrfeige und knallt dann die Tür auch schon wieder hinter sich zu. Nach und nach rollen mir die Tränen die Wange runter. Eine nach der anderen. „Soll ich es wieder tun?“, diese Frage schwirrt mir die ganze Zeit im Kopf rum.

Ich greife in das kleine Döschen, was neben meinem Bett steht, hole eine Rasierklinge heraus und setze mich mit verweinten Augen auf mein Bett. Sinnlose Bilder und Gedanken sind in meinem Kopf. Bilder von einer glücklichen Familie oder von mir und meinem Freund. Gedanken, die mein Herz erwärmen. Gedanken, die mir fehlen. Langsam schiebe ich den Ärmel von meinem Pulli hoch und fahre mit den Fingern über die Narbe von gestern Abend. Sie ist noch rot, aber tut nicht mehr weh. Eigentlich tut es nie weh. Es ist eher eine Erlösung. Ich sehe mir die Klinge nochmal im Kerzenlicht an und erkenne, wie scharf und gefährlich sie eigentlich ist. Ich setze sie an meinen Arm an und mir kommen wieder die Bilder von dem Streit mit meiner Mutter....

Mit leichtem Druck schneidet die Klinge in meine Haut. Ich spüre nur noch Glück und ein warmes Gefühl in mir drin. Aber trotzdem war es das noch nicht. Aus irgendeinem Grund ist es heute nicht so schön wie sonst. Wieso? Was ist mit mir los? Ich setze die Klinge nochmal an und es ist immer noch nicht besser. Ich sehe das Blut und weiß, dass ich noch lebe. Trotzdem ist diese bestimmte Befriedigung nicht da. Tränen quellen aus meinen Augen. Ich will es doch! Ich brauche es! Ich fange an wild an meinem Arm rumzuritzen. Wo bleibt es?! Langsam tropft das Blut auf meine Hose und mein Bett. Meine Mutter merkt es eh nicht. Tut sie doch nie. Alles, was ich fühle, gefällt mir. Der ganze Druck, der auf mir lastete, ist weg. Ich lehne mich zurück und beobachte das Blut. Nur jetzt weiß ich, dass ich noch lebe. Noch... Langsam nehme ich ein Taschentuch von meinem Nachttisch und tupfe es ab, damit ich den Verband um meinen Arm wickeln kann, der auch in dem Döschen liegt.

Ich stelle mich vor meinen Kleiderschrank und überlege, was ich anziehen soll. Am besten etwas mit langen Ärmeln, sonst kommen wieder diese Fragen: „Was hast du getan?“ oder „Bist du hingefallen?“. Aber langsam gewöhnt man sich daran. Nachdem ich fertig bin, gehe ich raus und verabschiede mich von meiner Mum mit dem Satz: „Ich bin um 22 Uhr wieder zu Hause!“...

29.7.07 22:45
 


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